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Nach dem Krieg

Stadtgalerie Mannheim zeigt Arbeiten von Günter Brus, Benjamin Hiller, Izudin Porovic und Walter Raum

Izudin Porovic

"Ganz anders dagegen der bosnische Künstler Izudin Porovic, der 1993 aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Mannheim flüchtete und in einer ganzen Reihe von Bildern den Verlust der Heimat dokumentiert. "Spuren und Erinnerung" heißt die Bilderreihe, die Porovic dem Thema Bosnien-Krieg widmete. Seine Gemälde, in denen er Materialien aus den Schauplätzen des Krieges verwendete, sind nicht plakativ, sondern still und zurückhaltend. Das lässt sich vom Selbstverstümmelungsvideo des österreichischen Aktionskünstlers Günter Brus nicht behaupten. Angesichts von Hillers Fotoreportage und Porovics Erlebnissen ist dies ein eher verzichtbarer Ausstellungsteil. Ein Krieg ist zu Ende, einer dauert an, ein anderer wird ausbrechen: Seit zehntausend Jahren ein immer wiederkehrendes Szenario. Besserung ist nicht in Sicht."

Fi Info: Stadtgalerie Mannheim, S 4, 17, bis 26. Januar.

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